Uwe Schmalenbach: Lassen Sie uns gemeinsam die Gemeinde weiterentwickeln!

"Ich empfinde es als Anerkennung, für die Bürger arbeiten zu können. Ich habe bisher keinen Tag bereut, mich immer bemüht, der Bürgermeister aller Bürger zu sein", zog Uwe Schmalenbach bei der CDU ein Fazit seiner bisherigen Amtszeit, auch als Chef für 70 Mitarbeiter in der Verwaltung. 

Herscheid. "Du hast dieses Amt hervorragend geführt. Die CDU wird dich bei der erneuten Kandidatur unterstützen!" Viel Beifall bekam gestern Bürgermeister Uwe Schmalenbach von 30 CDU-Mitgliedern, die sich zur Kandidatenaufstellung für die Kommunalwahl am 15. Mai im Adler getroffen hatten. Schmalenbach hatte zuvor einen ausführlichen Rückblick auf seine am 21. Oktober 2009 begonnene erste Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Herscheid vorgetragen und mit den Worten geschlossen: "Lassen Sie uns auch in Zukunft gemeinsam die Gemeinde weiterentwickeln!" Er tritt am 15. Mai erneut für das Amt des Bürgermeisters an.

Zu seinem Amtsantritt 2009 habe eine Tageszeitung gefragt, welche Erwartungen die Bürger an den Bürgermeister haben, erinnerte sich Uwe Schmalenbach. Zu den Zielen habe das Verlassen des Nothaushaltes gehört, das sei gelungen. Derzeit befinde man sich im Haushaltssicherungskonzept mit der Vorgabe, 2022 einen ausgeglichenen Haushalt vorzulegen. Die Umsetzung der Pläne für die Dorfwiesen ließen sich wegen des Rückzugs der Investoren nicht realisieren, die Flächen befinden sich aber überwiegend im Besitz der Gemeinde. Erreicht sei auch der Umbau des Müggenbruch-Sportplatzes zum Kunstrasenplatz, die weitere Freibad-Sanierung sei im Bau, sogar die versprochene Öffentliche Toilette sei im kleinen Rahmen im Spieker realisiert. Viel Handlungsbedarf bestehe bei der Straßensanierung. "Wir sind also in den vier Jahren deutlich weitergekommen."

Sein Amtsantritt sei buchstäblich eine "Feuertaufe" gewesen, denn nach wenigen Tagen auf dem Bürgermeisterstuhl brannte das Rathaus. Das Jahr 2010 sei durch die globale Finanzkrise geprägt gewesen. Das Babyplanschbecken im Freibad sei neu gebaut, ein Hilfeleistungsfahrzeug für die Feuerwehr beschafft und Wohnbauflächen vermarktet worden. "Bis auf ein Grundstück sind am Grenzweg alle Flächen verkauft!"

Im Jahr 2011 habe man in die Infrastruktur investiert, nicht zuletzt mit Hilfe der Industrie das "Frankfurter Kreuz" modernisert, das vom Geschichtsverein dankenswerter Weise mit den Schwungrädern der Firma Schmellenkamp dekoriert worden ist. Das Freibad sei durch Strandkörbe und einen Sandstrand zu einer Oase geworden. Energetische Maßnahmen an Gebäuden wurden durchgeführt, der erste Ehrenamtstag durchgeführt. Im Jahr 2012 habe der Umbau des Sportplatzes Müggenbruch im Mittelpunkt gestanden, unterstützt durch die Mitglieder des Fördervereins. Hüinghausen bekam einen Hochwasserschutz und den Breitbandausbau, zwei neue Feuerwehrfahrzeuge und ein neuer Bürgerbus wurden beschafft, eine öffentliche Toilette im Spieker eingerichtet. Unter großer Beteiligung der Bürger nahm man in 2012 das Gemeindentwicklungskonzept in Angriff. Erste Erfolge der Ideenvielfalt waren die Einrichtung des Dorfladens und der Eisbahn in Hüinghausen und die Ehrenamtsbörse.

Die Sanierung des Spieker und die Sanierung (Neubau) des Nichtschwimmerbeckens gehörten, so Schmalenbach, in 2013 zu den besonderen Aufgaben. Besonders habe er sich über den ersten Förderbescheid für die Umsetzung des Gemeindeentwicklungskonzeptes kurz vor Weihnachten gefreut. Die voraussichtliche Fördersumme von 3,5 Millionen Euro sei die höchste Fördersumme, die je nach Herscheid geflossen ist. Das Konzept enthält 37 Projekte. Gestartet wurde in Herscheid auch ein Pflegenetzwerk, dem angesichts der demografischen Entwicklung eine immer größere Bedeutung zukomme. Herscheid sei ein Ort für alle Generationen. In diesem Frühjahr werde es erstmals einen "Tag der Senioren" in Herscheid geben. "Auch die Wohnraumförderung für ältere Mitbürger möchte ich in Angriff nehmen".

Für die Hauptschule Rahlenberg müsse ein ganzheitliches Nutzungskonzept erarbeitet werden, richtete der Bürgermeister einen weiteren Blick in die Zukunft. Herscheid sei ein Top-Wohnort mit hohem Erholungswert, guter Anbindung an die Autobahn A 45, habe eine gute Infrastruktur. Zudem sei das Ziel, günstige Rahmenbedingungen für die heimische Industrie zu schaffen und damit auch Arbeitsplätze zu sichern. Den Traum vom Eigenheim müssen junge Mitbürger sich in Herscheid verwirklichen können, einen Internet-Zugang mit einer Bandbreite von 50 MB müsse auch in Außenbezirken angestrebt werden. Zudem sei die Anerkennung als staatlicher Erholungsort angestrebt.

Im Anschluss an den mit viel Beifall bedachten Rück- und Ausblick des Bürgermeisters fanden die Wahlgänge zur Aufstellung der Wahlbezirkskandidaten der CDU statt. 

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